
Wenn KI an Recherche, Code oder Materialordnung beteiligt war, genügt eine allgemeine Formulierung wie „für die Sprache verwendet“ nicht, sofern sie den tatsächlichen Einsatz falsch darstellt. Dokumentieren Sie, welche Schritte beeinflusst wurden, was Sie selbst geprüft haben und welche Quellen die fachlichen Aussagen tragen. Welche Angaben verpflichtend sind, bestimmt die konkrete Forschungs- oder Einreichungsordnung.
Zuerst die geltenden Anforderungen finden
Prüfen Sie die Vorgaben von Lehrveranstaltung, Betreuung, Projekt und gegebenenfalls Zielzeitschrift. Unterscheiden Sie Erlaubnis, Dokumentation und geforderten Ort einer Erklärung. Eine Regel für eine Hausarbeit ist nicht automatisch eine Publikationsrichtlinie. Bei unklaren oder widersprüchlichen Angaben klären Sie den konkreten Einsatz vor dem nächsten Arbeitsschritt.
Dieser Leitfaden behauptet keine allgemeine APA-Regel oder universelle Zeitschriftenvorgabe. Ebenso werden weder pauschale Autorenschaftsbestimmungen noch ein für alle Disziplinen vorgeschriebener Erklärungsort gesetzt. Halten Sie die tatsächlich angewandte Vorgabe und deren Fassung in Ihren Arbeitsunterlagen fest.

- Vorgaben und Einsatz klären: Konkrete Forschungs- und Einreichungsregeln am tatsächlichen Schritt prüfen.
- Protokoll, Methode, Belege trennen: Werkzeugnutzung und reale Evidenz unterschiedlich dokumentieren.
- Wirkliche Kontrolle darlegen: Nur ausgeführte Prüfungen beschreiben und offene Grenzen kenntlich machen.
Drei Ebenen der Nachvollziehbarkeit
| Ebene | Was dokumentiert wird | Was sie nicht ersetzt |
|---|---|---|
| Werkzeugprotokoll | Name, bekannte Version, Zeitpunkt, tatsächliche Eingaben und Nutzung der Ausgabe | Kein Nachweis für die Wahrheit einer Behauptung. |
| Methodenbeschreibung | Arbeitsschritt, Einfluss auf das Vorgehen und wirklich ausgeführte Kontrolle | Keine nachträgliche Behauptung nie erfolgter Tests. |
| Belegquellen | Gelesene Literatur, tatsächliche Daten und auffindbare Fundstellen | Nicht durch eine bloße Werkzeugreferenz ersetzbar. |
Bewahren Sie relevante tatsächliche Ein- und Ausgaben nur innerhalb der zulässigen Daten- und Projektbedingungen auf. Das bedeutet nicht, vertrauliche Forschungsdaten in unbekannte Systeme zu kopieren. Prüfen Sie den erlaubten Umgang mit dem Material bereits vor einem Upload, nicht erst beim Schreiben der Erklärung.
Literaturhinweise als Hinweise behandeln
Wenn ein Werkzeug einen Artikel nennt, prüfen Sie zunächst die bibliografische Identität bei der herausgebenden Stelle oder in einem geeigneten Katalog. Lesen Sie anschließend die relevante Passage. Existenz und inhaltliche Stützung sind verschiedene Prüfungen. Eine echte Publikation kann eine andere Frage behandeln, als die automatisch erzeugte Zusammenfassung behauptet.
Quellen werden für die tatsächlich daraus entnommenen Aussagen belegt. Die Schreibberatung der University of Toronto erläutert dieses Zuordnungsprinzip. Ist nur ein Sekundärtext zugänglich, beachten Sie die geltenden Regeln für dessen Nutzung. Geben Sie keine Originallektüre vor, die nicht stattgefunden hat.
Code und Klassifikation: die wirkliche Prüfung beschreiben
Bei Codehilfe interessiert nicht nur, ob ein Programm startet. Prüfen Sie, ob der konkrete Verarbeitungsschritt fachlich das tut, was Ihre Methode verlangt. Bei Materialklassifikation müssen Kategorien, Zuordnung und notwendige menschliche Kontrolle nachvollziehbar bleiben. Beschreiben Sie nur tatsächlich ausgeführte Prüfungen, nicht eine ideale Prüfliste im Präteritum.
Fiktives Dokumentationsbeispiel: „Ein Werkzeug schlug eine Funktion zur Umbenennung von Variablen vor. Die Forschenden verglichen die veränderten Bezeichnungen mit der festgelegten Zuordnungsliste und kontrollierten die betroffenen Ausgaben.“ Dieses Beispiel berichtet keinen realen Test. Es wäre als eigener Methodenvermerk nur zulässig, wenn genau diese Schritte tatsächlich durchgeführt wurden.
Fehlt eine nötige Kontrolle, führen Sie sie aus oder halten Sie die Einschränkung fest. Erfinden Sie keine Übereinstimmungsquote und keine reproduzierbare Pipeline, um eine Lücke in den Unterlagen zu verdecken. Wenn das Vorgehen nicht ausreichend abgesichert ist, kann eine neue Bearbeitung des Materials erforderlich sein.
Wann die Ausgabe selbst Gegenstand ist
Eine KI-Ausgabe kann selbst analysiertes Material sein, etwa in einer Arbeit über generierte Antworten. Dann müssen Herkunft, Auswahl und verwendete Fassung nach den geltenden Vorgaben nachvollziehbar sein. Auch wenn ein Stil eine Werkzeugreferenz verlangt, belegt diese zunächst die Nutzung, nicht die Richtigkeit jeder ausgegebenen Information.
Vor der Einreichung alles zusammenführen
Gleichen Sie tatsächliche Nutzung, Methodenbeschreibung, Werkzeugangaben und Endtext ab. Stimmen Einfluss und Übernahmeumfang überein? Sind eigene Entscheidungen erkennbar? Verweisen sachliche Behauptungen auf gelesene Evidenz? Prüfen Sie den vorgeschriebenen Erklärungsort und erforderliche Anlagen. Ein technischer Prüfwert ersetzt keine dieser Aufgaben.
Falls die Nutzung nicht von der Erlaubnis gedeckt war, besprechen Sie das offen mit der zuständigen Stelle. Eine schön formulierte Erklärung schafft keine rückwirkende Genehmigung. Bewahren Sie echte Unterlagen so auf, dass Sie Ihren tatsächlichen Forschungsweg erläutern können.
Für die praktische Weiterarbeit: Quellenangaben systematisch kontrollieren und die Endfassung vor der Abgabe prüfen. Beide Hinweise ergänzen die eigene Prüfung; maßgeblich bleiben die Vorgaben der Lehrveranstaltung.