Eine Quellenangabe am Absatzende lässt nicht immer erkennen, welche Aussage auf welcher Grundlage steht. Prüfen Sie den Geltungsbereich jedes Nachweises im tatsächlich geforderten Zitierstil. Diese Übung erklärt die Zuordnung von Aussagen, nicht eine universelle Fußnotenregel.
Ein vollständig erfundener Absatz
Im Übungstext steht: „Die Bibliothek nennt eine Reservierung als Voraussetzung. Alle Studierenden erhalten dadurch gleich guten Zugang. Das Verfahren ist deshalb die beste Lösung.“ Am Ende steht ein Verweis auf eine fiktive Benutzungsinformation. Diese Information nennt nur die Reservierung; sie bewertet weder Chancengleichheit noch Alternativen. Für die Übung wird keine reale Quelle behauptet.
Die Aussagen einzeln zuordnen
Aussage eins: Reservierung ist als Voraussetzung genannt. Grundlage: der entsprechende Wortlaut der Benutzungsinformation. Entscheidung: mit überprüftem Nachweis behalten. Aussage zwei: alle erhalten gleich guten Zugang. Grundlage: in der Information nicht vorhanden. Entscheidung: streichen oder erst mit geeigneter zusätzlicher Evidenz prüfen. Aussage drei: beste Lösung. Grundlage: kein Vergleich von Alternativen. Entscheidung: nicht als Ergebnis ausgeben.
Eine überarbeitete Fassung
Eine mögliche Fassung lautet: „Die Benutzungsinformation des Übungsfalls nennt eine Reservierung als Voraussetzung. Damit beschreibt sie eine formale Zugangsbedingung. Ob alle Studierenden vergleichbare Chancen auf eine Reservierung haben, geht daraus nicht hervor.“ Der erste Satz braucht im echten Text den geprüften Quellenverweis. Der zweite erläutert die Rolle dieser Information, der dritte begrenzt die Schlussfolgerung. Die tatsächliche Anordnung der Nachweise richtet sich nach dem verlangten Stil.
Wenn mehrere Quellen verwendet werden
Notieren Sie zu jeder Aussage den tatsächlich gelesenen Beleg und seine genaue Funktion. Eine Quelle für Öffnungszeiten belegt nicht automatisch Erfahrungen bei der Buchung. Lassen Sie nicht einen einzigen unklaren Verweis scheinbar alle Sätze stützen. Prüfen Sie, ob Leserinnen und Leser die Zuordnung nachvollziehen können, ohne weitere ungelesene Titel hinzuzufügen.
Was nicht repariert wurde
Ein deutlicherer Verweis liefert noch keine fehlende Untersuchung zur Zugangsgerechtigkeit. Die Autorin muss die Aussage entweder angemessen untersuchen oder aus dem Ergebnis entfernen. Auch eine eigene Analyse darf keine Tatsachen voraussetzen, die nicht nachgewiesen sind. Fehlende Seitenzahlen oder Autorennamen werden nicht erfunden.
Ausgefüllter Abschlussvermerk
Reservierungsbedingung behalten und zugeordnet; Gleichheitsbehauptung entfernt; Rangfolge der Verfahren entfernt; Grenze der Information genannt. Nach jeder Absatzänderung wird die Zuordnung erneut kontrolliert. Diese Aufzeichnung unterstützt die eigene Überarbeitung, garantiert aber weder formale Fehlerfreiheit noch ein Bewertungsergebnis.
Abgabe vorbereiten. Turnin ist eine unabhängige Marke für die Prüfung vor der Abgabe, kein offizieller Turnitin-Dienst. Ein bestimmter Prüfwert oder Bewertungserfolg wird nicht garantiert.