
Eine Erklärung zur KI-Nutzung sollte beschreiben, was tatsächlich geschehen ist. Sie ist weder ein allgemeiner Freibrief noch ein nachträglicher Ersatz für eine erforderliche Erlaubnis. Prüfen Sie zuerst die Regeln Ihrer konkreten Aufgabe und formulieren Sie dann eine nachvollziehbare, zutreffende Erklärung.
Erlaubnis und Offenlegung sind zwei Entscheidungen
Lesen Sie Aufgabenbeschreibung, Kursinformationen und die geltenden Hinweise. Welche Werkzeuge und Tätigkeiten sind zugelassen? Welche Nutzung muss genannt werden? Gibt es eine Vorlage, einen bestimmten Ort oder einen verlangten Anhang? Wenn sich Angaben widersprechen, fragen Sie die zuständige Lehrperson mit einem konkreten Nutzungsbeispiel.
Übertragen Sie keine Erlaubnis aus einer anderen Veranstaltung. Ein Kurs kann sprachliche Rückmeldungen anders behandeln als die Generierung einer Argumentation. Auch die Aussage „Ich habe den Text später selbst geändert“ beantwortet nicht, ob die ursprüngliche Unterstützung erlaubt war.

- Kursregeln prüfen: Zugelassene Tätigkeit, Offenlegung und geforderten Ort unterscheiden.
- Tatsächliche Nutzung erfassen: Werkzeug, Zweck, Einfluss und reale eigene Kontrolle festhalten.
- Erklärung passend einreichen: Nur zutreffende Angaben nutzen und Regelüberschreitungen klären.
Den tatsächlichen Einsatz rekonstruieren
Gehen Sie vorhandene Entwürfe, Unterhaltungen und Versionen durch. Notieren Sie Werkzeugname, bekannte Version, Nutzungszeitpunkt, Zweck und betroffene Teile. Halten Sie fest, welche Vorschläge übernommen, verworfen oder verändert wurden und wie Sie sie geprüft haben. Lassen Sie nicht dokumentierte Details als unbekannt stehen, statt sie nachträglich präzise zu erfinden.
| Tatsächliche Tätigkeit | In der Erklärung zu präzisieren | Zusätzliche Prüfung |
|---|---|---|
| Sprachliche Rückmeldung | Welche Teile und welche Änderungsarten? | Wurden Bedeutung und Einschränkungen erhalten? |
| Ideen oder Gliederungsvorschläge | Welche Vorschläge beeinflussten die endgültige Struktur? | Welche Entscheidungen trafen Sie selbst? |
| Übersetzungshilfe | Welche Materialien oder eigenen Passagen? | Wurde die Bedeutung am Original kontrolliert? |
| Inhaltliche Generierung | Welche Aussagen oder Textteile wurden erzeugt? | War diese Nutzung erlaubt, und was ist tatsächlich übernommen? |
Drei fiktive Formulierungsbeispiele
Die folgenden Beispiele sind erfundene Muster, keine Aussagen über Ihre Nutzung und keine allgemein akzeptierten Hochschulvorlagen. Ergänzen Sie nur zutreffende Angaben und verwenden Sie vorrangig die vorgeschriebene Form.
Sprachhilfe: „Ich verwendete [Werkzeug, bekannte Version] bei der Überarbeitung von [Abschnitten] für Hinweise zu [konkreten Sprachaspekten]. Übernommen wurden [Änderungsarten]. Ich prüfte die betroffenen Aussagen am eigenen Entwurf und an den Quellen.“
Ideenfindung: „Bei der Planung nutzte ich [Werkzeug] für Vorschläge zu [Teilfrage]. Daraus übernahm ich [tatsächlichen Einfluss]. Die Auswahl und weitere Ausarbeitung erfolgten durch [zutreffende Beschreibung der eigenen Arbeit].“
Übersetzung: „Für [Material oder Passage] nutzte ich [Werkzeug] als Übersetzungshilfe. Ich kontrollierte [tatsächlich geprüfte Aspekte] am Original. Der endgültige Text enthält [zutreffende Angabe zur Übernahme]. Die verwendeten Quellen sind gesondert belegt.“
Ein Muster mit „ausschließlich Grammatik“ ist falsch, wenn das Werkzeug auch Aufbau oder Inhalt verändert hat. Umgekehrt dürfen Sie nicht behaupten, jede Anregung übernommen zu haben, wenn Sie nur eine begrenzte Auswahl genutzt haben. Genauigkeit ist wichtiger als eine möglichst entlastend klingende Formel.
Quellenarbeit bleibt eine eigene Aufgabe
Eine Werkzeugerklärung ersetzt nicht den Nachweis für übernommene Gedanken, Zitate oder Daten. Die Schreibberatung der University of Toronto erläutert die unmittelbare Quellenzuordnung auch bei sinngemäßer Wiedergabe. Prüfen Sie echte Literatur am Original. Eine automatisch vorgeschlagene Referenz darf nicht allein wegen ihres glaubwürdigen Formats in die Arbeit gelangen.
Wenn eine KI-Ausgabe selbst Untersuchungsgegenstand ist oder der geltende Stil eine Werkzeugreferenz verlangt, beachten Sie diese Vorgaben zusätzlich. Verwechseln Sie eine solche Referenz nicht mit einem Beleg für die Wahrheit der Ausgabe.
Wenn die Nutzung über die Erlaubnis hinausging
Beschönigen Sie den Umfang nicht durch eine Sprachhilfe-Erklärung. Wenden Sie sich mit einer sachlichen Beschreibung an die zuständige Lehrperson und klären Sie das weitere Vorgehen. Eine nachträgliche Deklaration macht untersagte Unterstützung nicht automatisch zulässig. Auch bloßes Umformulieren verändert den tatsächlichen Entstehungsprozess nicht.
Kontrollieren Sie vor dem Einreichen Erklärung, Endfassung und vorgeschriebene Anlagen gemeinsam. Speichern Sie nur echte Unterlagen und nutzen Sie den offiziellen Abgabekanal. Weder ein Prüfwert noch eine besonders elegante Erklärung garantiert die Anerkennung Ihrer Vorgehensweise.
Für die praktische Weiterarbeit: Quellenangaben systematisch kontrollieren und die Endfassung vor der Abgabe prüfen. Beide Hinweise ergänzen die eigene Prüfung; maßgeblich bleiben die Vorgaben der Lehrveranstaltung.